Eine Helferin liest eine Checkliste am Kühlschrank, daneben Leine und Futternapf, eine Katze wartet.

Für wen dieses Blatt ist

Die meisten Checklisten für Tiersitter denken an einen Urlaub. Du packst, du erklärst alles in Ruhe, du gehst. Dieses Blatt hat einen zweiten Zweck. Es gilt für den Tag, an dem du nichts mehr erklären kannst, weil du im Krankenhaus liegst oder dein Handy weg ist. Dann steht ein Helfer in deiner Wohnung, der dein Tier vielleicht kennt, aber nicht deinen Alltag.

Das Blatt funktioniert für beide Fälle. Es hilft dem Hundesitter, der nächste Woche kommt, genauso wie der Nachbarin, die heute Abend zum ersten Mal ohne Vorwarnung deinen Schlüssel dreht. Du schreibst es einmal und hängst es sichtbar auf.

Gute Angaben sind konkret. „Füttern wie immer“ sagt einem Fremden nichts. „Eine halbe Dose um 7 Uhr und um 18 Uhr“ sagt alles.

Gib das Blatt nicht nur in die Wohnung. Mach ein Foto und schick es deinen Helfern. So haben sie die Angaben auch dann, wenn sie noch nicht in deiner Wohnung stehen und ihren Weg erst planen. Aktualisiere das Foto, sobald sich etwas ändert.

Füttern: Menge und Uhrzeit

Schreib auf, was dein Tier frisst, wie viel und wann. Nenne auch den Ort, an dem das Futter steht, und wie du es abmisst. Eine Hundeschale, ein Messbecher, eine Dose: Der Helfer soll nicht raten müssen. Trage ein, ob dein Tier Leckerli bekommen darf und welche. Und was es auf keinen Fall fressen soll, etwa wegen einer Allergie.

Bei Katzen kommt das Katzenklo dazu. Wo steht es, wie oft wird es gereinigt, wo liegt die Streu? Bei Hunden zählt, ob es nach dem Fressen eine Pause braucht.

Medikamente: Name, Dosis, Uhrzeit

Das ist der Punkt, an dem Fehler am meisten kosten. Schreib den Namen des Medikaments, die Dosis, die Uhrzeit und die Art der Gabe auf. Tablette in der Futterstelle, Tropfen ins Maul, Spritze? Nenne den Ort, an dem die Packung liegt. Erkläre, was bei einer vergessenen Dosis gilt, wenn dein Tierarzt es dir gesagt hat.

Hat dein Tier keine Medikamente, schreib „keine“. Eine leere Zeile lässt offen, ob du es vergessen hast.

Tierarzt und tierärztlicher Notdienst

Trage deinen Tierarzt mit Adresse und Nummer ein. Dazu den tierärztlichen Notdienst oder die nächste Tierklinik, die nachts und am Wochenende öffnet. Such diese Nummer heraus, bevor du sie brauchst. Im Ernstfall hat niemand Ruhe zum Suchen.

Schreib auch auf, ob du eine Tierkrankenversicherung hast und ob der Helfer Behandlungen veranlassen darf. Sag deutlich, bis zu welcher Entscheidung er gehen soll und wen er anrufen muss. Wo der Heimtierausweis liegt, steht weiter unten. Was darin steht, erklärt die Seite zum Heimtierausweis.

Gassi oder Freigang

Hundesitter und Helfer brauchen die Runde: wie lange, wie oft, welche Strecke, an der Leine oder frei. Nenne Orte, die dein Hund meidet oder zu sehr liebt, und Hunde in der Nachbarschaft, die er nicht mag. Gib an, ob er einen Maulkorb oder ein Geschirr trägt und wo beides hängt.

Bei Katzen ist die Frage, ob sie nach draußen darf. Wenn ja: Wann kommt sie zurück, und gibt es eine Klappe? Wenn nein: Welche Fenster und Türen bleiben geschlossen? Eine Wohnungskatze, die durch eine offene Tür verschwindet, ist ein eigener Notfall.

Was das Tier nicht darf

Jedes Tier hat Eigenheiten. Der Hund darf nicht auf das Sofa, die Katze nicht an den Balkon, das Kaninchen nicht allein mit der Katze in einen Raum. Schreib alles auf, was gefährlich ist oder was du nicht willst. Dazu gehören Pflanzen, die giftig sind, Futter vom Tisch und Orte, die tabu sind.

Nenne auch die Zeichen, bei denen der Helfer sofort den Tierarzt anrufen soll. Das legst du am besten mit deinem Tierarzt fest und trägst es ein.

Wo liegen Heimtierausweis, Leine und Transportbox?

Wenn es schnell gehen muss, ist alles unauffindbar. Schreib den Ort für den Heimtierausweis auf, für die Leine, die Transportbox, den Kotbeutelspender und das Handtuch. Die Transportbox ist der Gegenstand, nach dem im Notfall am häufigsten gesucht wird, denn mit ihr fährt die Katze zum Tierarzt.

Trage zusätzlich die Chipnummer ein und das Register, in dem sie steht, etwa TASSO oder FINDEFIX.

Hinweise zum Haus

Ein Helfer ist auch Gast in deiner Wohnung. Erkläre die Dinge, die sonst Ärger machen: Welche Heizung läuft, welches Fenster klemmt, wo der Müll hingehört, wie die Alarmanlage funktioniert, wo der Sicherungskasten ist. Ist jemand anderes im Haus, der Bescheid wissen sollte, nenne ihn.

Wichtig: Schreib Türcodes, Alarmcodes und Passwörter nie auf eine Karte, die im Portemonnaie steckt. Wer dein Portemonnaie findet, bekommt sonst Adresse und Zugang zugleich. Gib solche Angaben nur den Helfern persönlich oder trag sie dort ein, wo sie erst im Notfall sichtbar werden.

Die Checkliste zum Ausdrucken

Fülle die Linien von Hand aus und hake die Punkte ab. Der Druck zeigt nur dieses Blatt.

Pflegeblatt für Tiersitter und Helfer

Name des Tieres
Tierart, Alter, Besonderheiten

Füttern

Futter und Ort
Menge und Uhrzeit
Darf nicht gefressen werden

Medikamente

Name und Dosis
Uhrzeit und Art der Gabe

Tierarzt

Tierarzt, Adresse, Nummer
Tierärztlicher Notdienst, Nummer

Gassi oder Freigang

Wie oft, wie lange, Strecke, Leine

Was das Tier nicht darf

Wo liegt was

Heimtierausweis
Leine und Geschirr
Transportbox
Chipnummer und Register

Haus

Heizung, Fenster, Müll, Alarmanlage (keine Codes auf Karten im Portemonnaie)

So hilft PawSafe

Das Blatt sagt dem Helfer, was zu tun ist. PawSafe sorgt dafür, dass er es überhaupt erfährt. Du startest den Timer mit einem Tipp, wenn dein Tier allein bleibt. Meldest du dich nicht zurück, öffnet PawSafe einen Notfall und informiert deine Helfer nacheinander.

Sagt ein Helfer „Ich helfe“, erfährst du es sofort, und die anderen müssen nichts mehr tun. Im Notfall sieht der Helfer Adresse und Zugangshinweis, aber erst nach einem eigenen Tipp. Vorher bleiben beide verborgen. Deine Adresse steht also weder auf einer Karte im Portemonnaie noch auf dem Handy eines Helfers, der gerade keinen Notfall hat.

Helfer mit PawSafe bekommen die Mitteilung kostenlos. Helfer ohne App erreicht PawSafe per SMS und WhatsApp, mit einem optionalen Abo. Für Helfer bleibt alles kostenlos, und sie brauchen weder Konto noch Login.

Häufige Fragen

Was gehört auf eine Tiersitter Checkliste?

Füttern mit Menge und Uhrzeit, Medikamente mit Dosis und Zeit, Tierarzt und tierärztlicher Notdienst, Gassi oder Freigang, was das Tier nicht darf, der Ort von Heimtierausweis, Leine und Transportbox sowie Hinweise zum Haus.

Worin unterscheidet sich eine Hundesitter Checkliste von einer Katzensitter Checkliste?

Beim Hund zählen Gassirunden, Leine und Verhalten gegenüber anderen Hunden. Bei der Katze zählen Katzenklo, Freigang oder geschlossene Fenster und die Transportbox. Futter, Medikamente und Tierarzt gehören auf beide Blätter.

Darf ich Türcodes auf die Karte im Portemonnaie schreiben?

Nein. Wer dein Portemonnaie findet, hätte sonst Adresse und Zugang zugleich. Gib Codes nur deinen Helfern persönlich.

Kann dieselbe Checkliste für einen geplanten Sitter und für den Notfall dienen?

Ja. Ein Blatt mit konkreten Angaben hilft dem Sitter im Urlaub genauso wie einem Helfer, der ohne Vorwarnung kommt, weil du dich nicht melden kannst.

Wann sieht ein Helfer meine Adresse in PawSafe?

Erst im Notfall und nach einem eigenen Tipp. Das gilt auch für den Zugangshinweis.

Zum Weiterlesen: PawSafe: Wer sieht nach deinem Tier, wenn dir etwas passiert?