Eine Frau schreibt am Küchentisch einen Notfallplan, ihr Hund legt den Kopf auf ihr Knie, eine Katze sitzt daneben.

Für welchen Fall dieser Plan gilt

Ein Notfallplan fürs Haustier hat hier eine enge Bedeutung. Er regelt den Tag, an dem du selbst ausfällst. Du hast einen Unfall, kommst ins Krankenhaus, wirst ohnmächtig oder dein Handy ist weg. Du kannst niemanden mehr anrufen, und zu Hause sitzt dein Hund oder deine Katze.

Um Hochwasser, Brand oder eine Evakuierung des ganzen Viertels geht es nicht. Dafür gelten andere Pläne. Hier geht es um die Frage, die niemand gern stellt: Wer merkt, dass ich fehle, und was passiert dann mit meinem Tier?

Ein guter Plan beantwortet vier Fragen. Wer kommt? Wie kommt diese Person hinein? Was braucht das Tier? Und wer merkt überhaupt, dass du nicht mehr da bist? Die ersten drei kannst du an einem Abend klären. Die vierte ist die schwierigste, denn sie hängt nicht von dir ab, sondern von dem, was ohne dich passiert.

Der Plan in vier Teilen

  1. Wer kommt?

    Such dir zwei bis vier Menschen in deiner Nähe. Nachbarn, Freunde, Familie. Sie sollten dein Tier kennen und in einer halben Stunde bei dir zu Hause sein können. Frag jeden einzeln und lass dir ein Ja geben. Ein Name auf einer Liste, von dem die Person nichts weiß, ist kein Helfer.

    Lege eine Reihenfolge fest. Wer wohnt am nächsten? Wer ist tagsüber erreichbar? Wer arbeitet im Schichtdienst? Schreib dir die Namen und Nummern auf. Gib sie auch einer Person, die nicht selbst kommt, zum Beispiel einem Familienmitglied in einer anderen Stadt.

    Werkzeug: die Helferliste. In PawSafe lädst du bis zu zehn Helfer per Link oder QR-Code ein und legst ihre Reihenfolge fest.

  2. Wie kommen sie hinein?

    Die beste Zusage nützt nichts vor einer verschlossenen Tür. Jeder Helfer braucht einen Schlüssel oder muss wissen, wo einer liegt. Hast du ein Haus mit Schlüsselbox oder eine Wohnung mit Hausverwaltung, kläre vorher, wer öffnen darf.

    Schreib nie den Türcode oder die Adresse samt Schlüsselversteck auf die Karte in deinem Portemonnaie. Wer das Portemonnaie findet, ist nicht automatisch jemand, den du ins Haus lassen willst. Gib Zugangsdaten nur den Helfern selbst.

    Werkzeug: der Zugangshinweis in PawSafe. Ein Helfer sieht Adresse und Zugangshinweis erst im Notfall und nach einem eigenen Tipp. Vorher bleiben beide verborgen.

  3. Was braucht das Tier?

    Dein Helfer kennt dein Tier vielleicht gut, aber nicht deinen Alltag. Wie viel Futter, wann, wo steht es? Welche Tabletten, zu welcher Uhrzeit? Darf die Katze nach draußen? Wie heißt dein Tierarzt, und wo liegt der Heimtierausweis? Ein Zettel in der Wohnung beantwortet das alles. Eine fertige Vorlage findest du in der Tiersitter Checkliste.

    Werkzeug: der Zettel mit den Pflegeangaben, ausgedruckt und zusätzlich als Foto bei deinen Helfern.

  4. Wer merkt, dass du fehlst?

    Das ist der Teil, den die meisten Pläne weglassen. Du kannst die besten Helfer haben, aber sie kommen nur, wenn sie es erfahren. Drei Wege gibt es.

    Erstens die Notfallkarte im Portemonnaie. Sie sagt dem Finder, dass dein Tier allein zu Hause ist, und nennt Nummern zum Anrufen. Zweitens der Notfallpass im iPhone. Rettungskräfte können ihn am gesperrten Gerät öffnen, wie die Seite Notfallpass fürs Haustier zeigt. Beide wirken nur, wenn dich jemand findet.

    Drittens ein Timer. Er wirkt auch, wenn dich niemand findet, denn er läuft ohne dich weiter und schlägt Alarm, sobald du dich nicht zurückmeldest.

    Werkzeug: Notfallkarte, Notfallpass und der PawSafe Timer.

Welches Werkzeug deckt welchen Teil ab?

Kein Werkzeug deckt alles ab. Die Tabelle zeigt, was wofür taugt.

TeilNotfallkarteNotfallpassHelfer-ChecklistePawSafe Timer
Wer kommt?Nennt NummernNennt einen HinweisHält Namen festInformiert Helfer nacheinander
Wie kommen sie hinein?NeinNeinSchlüsselortAdresse und Zugangshinweis erst im Notfall
Was braucht das Tier?NeinKurzer HinweisJa, ausführlichTierprofil mit Name, Art und Foto
Wer merkt es?Wenn dich jemand findetWenn dich ein Retter findetNeinAuch wenn dich niemand findet

Der Plan zum Ausdrucken

Fülle die Felder von Hand aus. Der Druck zeigt nur diese Seite. Häng sie an den Kühlschrank und gib Kopien an deine Helfer.

Notfallplan für mein Tier

Name des Tieres
Tierart und Besonderheiten

1. Wer kommt (in dieser Reihenfolge)

Helfer 1, Name und Nummer
Helfer 2, Name und Nummer
Helfer 3, Name und Nummer
Helfer 4, Name und Nummer

2. Wie kommen sie hinein

Hinweis für Helfer (keine Codes auf Karten im Portemonnaie)

3. Was das Tier braucht

Futter, Menge, Uhrzeit
Medikamente, Dosis, Uhrzeit
Tierarzt, Nummer
Tierärztlicher Notdienst, Nummer
Gassi oder Freigang
Heimtierausweis liegt in

4. Wer merkt, dass ich fehle

Stand dieses Plans (Datum)

Den Plan aktuell halten

Ein Plan, der zwei Jahre alt ist, hilft nur halb. Nummern ändern sich, ein Helfer zieht um, das Tier bekommt neue Tabletten. Setz dir deshalb einen festen Termin, zum Beispiel den Jahreswechsel, und geh die vier Teile durch. Das dauert zehn Minuten.

Prüf auch nach jedem Umzug und nach jedem neuen Tier. Frag deine Helfer, ob sie noch können. Eine ehrliche Absage ist besser als eine Zusage, die im Ernstfall nicht trägt. Wer abgesagt hat, ersetzt du durch jemand anderen, bevor etwas passiert.

So hilft PawSafe

PawSafe deckt Teil 4 ab und unterstützt die Teile 1 und 2. Du startest den Timer mit einem Tipp, wenn dein Tier allein bleibt, und wählst eine Zeit zwischen 30 Minuten und 24 Stunden. Den Countdown siehst du auch auf dem Sperrbildschirm und auf der Apple Watch.

Meldest du dich nicht zurück, öffnet PawSafe einen Notfall. Deine Helfer bekommen nacheinander Bescheid, in deiner Reihenfolge. Du legst je Helfer eine Wartezeit von 1 bis 60 Minuten fest. Sagt einer „Ich helfe“, erfährst du es sofort, und die anderen müssen nichts mehr tun. Sagt einer „Ich kann nicht“, fragt PawSafe den nächsten.

Helfer mit PawSafe bekommen die Mitteilung kostenlos. Hat ein Helfer die App nicht, gehen SMS und WhatsApp raus. Das gibt es mit einem optionalen Abo. Für Helfer bleibt alles kostenlos. Es gibt kein Konto und keinen Login. Im Notfall sieht jeder Helfer nur seinen eigenen Eintrag, nicht die Namen der anderen.

Die Notfallkarte kannst du in der App erstellen oder kostenlos im Browser ohne App. Die App hält sie auf deinem iPhone bereit, mit bis zu vier Nummern in der Reihenfolge zum Anrufen. Zusätzlich liefert PawSafe einen Text, den du in den Notfallpass einfügst.

Häufige Fragen

Was gehört in einen Notfallplan für Haustiere?

Vier Dinge: wer kommt, wie diese Person ins Haus kommt, was das Tier braucht und wer merkt, dass du ausgefallen bist. Dazu gehören Namen und Nummern der Helfer, ein Schlüssel, ein Zettel mit Futter, Medikamenten und Tierarzt sowie ein Weg, der deine Helfer alarmiert.

Wie viele Helfer sollte ich für meinen Hund oder meine Katze haben?

Zwei bis vier. Einer allein ist oft nicht erreichbar. Mit mehr als vier wird die Reihenfolge schwer zu pflegen. PawSafe erlaubt bis zu zehn Helfer pro Haushalt.

Was ist der Unterschied zwischen Notfallplan und Notfallkarte?

Die Notfallkarte ist ein Teil des Plans. Sie sagt einem Finder, dass dein Tier allein zu Hause ist. Der Plan regelt außerdem Schlüssel, Pflegeangaben und die Frage, wer überhaupt Bescheid bekommt, wenn dich niemand findet.

Wie erfahren meine Helfer, dass ich ausgefallen bin?

Ohne Vorbereitung gar nicht. Mit PawSafe läuft ein Timer. Meldest du dich nicht zurück, informiert PawSafe deine Helfer nacheinander per App-Mitteilung, SMS oder WhatsApp. PawSafe löst keinen Notruf aus.

Sieht jeder Helfer sofort meine Adresse?

Nein. Ein Helfer sieht Adresse und Zugangshinweis erst im Notfall und nach einem eigenen Tipp.

Zum Weiterlesen: Krankenhaus: Wer versorgt mein Haustier? und die Startseite von PawSafe.